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14. September 2018

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Journalismus erneut Thema im Landtag

Lage der Medien soll untersucht werden

Wie steht es um die Medien in Mecklenburg-Vorpommern? Wie ist die Lage der Journalisten? Können sie noch investigativ arbeiten, Missstände aufdecken? Einmal pro Legislaturperiode soll die Staatskanzlei nun diese und weitere Fragen zur Medienlandschaft im Nordosten beantworten.

Ein entsprechender Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU ist auf der Septembersitzung im Landtag mit einer Änderung der Linken angenommen worden. Der „Bericht zur Situation und Entwicklung der Medienlandschaft in M-V“ soll auf wissenschaftlicher Grundlage unter anderem das Mediennutzungsverhalten der Bürger darstellen, die Medienvielfalt prüfen und die Arbeitsbedingungen für festangestellte und freie Journalisten analysieren. Alle Fraktionen - mit Ausnahme der AfD – stimmten dem Antrag zu.

Damit kamen die Landespolitiker einer Forderung des DJV-Landesverbandes nach. Der Vorstand hatte immer wieder schriftlich und in persönlichen Gesprächen in den Fraktionen und bei der Ministerpräsidentin einen fundierten Bericht zur Entwicklung der Medien gefordert. Zuvor hatte die Landesregierung unregelmäßig Medienberichte vorgelegt, die zudem meist nur statistische Angaben enthielten. Die angekündigte wissenschaftlich fundierte Analyse mit Hintergründen und Schlussfolgerungen geht nun deutlich darüber hinaus.

Medienvielfalt ist wichtig für eine lebendige Demokratie“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in ihrer Rede vor dem Plenum. „Ich möchte, dass die drei Tageszeitungen im Land bleiben“, hob CDU-Fraktionschef Vincent Kokert hervor und befürchtet gleichzeitig, dass nicht alle die nahe Zukunft überstehen. Qualitätsjournalismus stärke den Zusammenhalt in der Gesellschaft, untermauerte Eva-Maria Kröger von der Linken die Bedeutung einer vielfältigen Medienlandschaft. Aus der tiefgründigen Analyse lassen sich ihrer Auffassung nach Handlungsstrategien ableiten. Der Medienbericht solle immer in der Mitte der Wahlperiode vorgelegt werden.

Die ganze Debatte (TOP 10, 43. Sitzung vom 12. September 2018) ist nachzuverfolgen auf dem YouTube-Kanal des Landtages unter www.landtag-mv.de oder folgendem Link: www.youtube.com/watch

Corinna Pfaff (v.i.S.d.P.)