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Warnstreik bei der OZ

12.03.2018

Gehaltstarifverhandlungen stocken

Rostock. Journalisten der Ostsee-Zeitung sind am heutigen Montag (12. März) am Standort Rostock dem Aufruf des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und in einen Warnstreik zur Unterstützung der Gehaltstarifverhandlungen getreten.

In einer Kundgebung vor dem Medienhaus am Steintor der Hansestadt, bei der sich auch Kollegen aus dem Verlag solidarisierten, waren die jetzt bekannt gewordenen Rekordgewinne der größten Regionalzeitung Mecklenburg-Vorpommerns zentrales Thema. Ein Gewinn von 8,4 Millionen Euro, den die Bilanz 2016 ausweist, mache deutlich, dass die Forderungen nach einer angemessenen Erhöhung der Entgelte und einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten berechtigt seien, hieß es. Bei der zum Madsack-Konzern (Hannover) gehörenden Ostsee-Zeitung sind in den vergangenen Jahren ein Viertel der Stellen in der Redaktion gestrichen worden.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekanntgegeben, dass nun konzernweit die Produktion der Online-Angebote in Hannover zusammengefasst werden soll. Eine Umsetzung dieser Pläne, die mit Einverständnis des größten Madsack-Gesellschafters, der SPD-Medienholding ddvg, verfolgt werden, würden erneut einen Verlust qualifizierter Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten.

 

 

Am heutigen Montag trafen DJV und Zeitungsverleger zum dritten Mal aufeinander, um über einen neuen Gehaltstarifvertrag derZeitungsjournalisten zu verhandeln. Der DJV fordert 4,5 Prozent mehr Einkommen für Redakteure und feste Freie sowie mindestens 200 Euro mehr für Volontäre und Jungredakteure.

Die Verleger bieten weniger als einen Prozentpunkt jährlich. Der Manteltarifvertrag solle um ein weiteres Jahr verlängert werden. Eine belastbare Aussage über den für junge Redaktionsmitglieder geforderten Mindestbetrag und die Freien-Honorare trafen die Verleger nicht.  Bundesweit demonstrierten Hunderte Journalisten zur Unterstützung der Gehaltstarifverhandlungen.

 

 v.i.S.d.P. Corinna Pfaff

 

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