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Haustarif für OZ-Tochter

26.08.2026

Für die bislang tariflose Tochter MV Media der Ostsee-Zeitung (OZ) gibt es nun einen Haustarif. Mehr als ein Jahr lang haben DJV und ver.di gemeinsam mit der OZ-Geschäftsführung verhandelt, um den Abschluss zu erzielen.

Die Vereinbarung sorgt bei den meisten Redakteurinnen und Redakteuren für ein deutlich höheres Einkommen.  Die Lücke zum Flächentarif, nach dem die Ostsee-Zeitungs-Redaktion bezahlt wird,  ist kleiner geworden. Der Tarifvertrag kann frühestens zum 30. April 2028 gekündigt werden und wirkt für Gewerkschaftsmitglieder so lange  nach, bis eine neue Regelung getroffen ist.  Zudem wurde eine Besitzstandsklausel vereinbart, damit niemand schlechter gestellt werden kann. Der Abschluss stellt auch sicher, dass die Ostsee-Zeitungs-Redakteure im Falle eines Betriebsübergangs der Ostsee-Zeitung GmbH&Co. KG in die MV Media ihre Bedingungen aus dem Flächentarif behalten. 

Die Wochenarbeitszeit unterscheidet sich allerdings weiterhin. Während in der MV Media-Redaktion die 40-Stunden-Woche gilt, beträgt die Arbeitszeit bei der OZ 36,5 Stunden pro Woche.  Der Haustarif-Vertrag für die MV Media ist der erste, der im Madsack- Verlag für bislang tariflose Töchter abgeschlossen wurde. Beharrlichkeit, Nachdruck und Kompromissbereitschaft haben zu diesem Ergebnis geführt. Dabei haben die Verhandlungsführer der Gewerkschaften und die gesamte Tarifkommssion stets auf die breite Unterstützung der Belegschaft zählen können.

Ab Herbst soll es weitere Gespräche unter anderem zu Urlaubs- und Freistellungsansprüchen geben. Verbindliche Regeln für mobiles Arbeiten/Homeoffice und zu Honoraren für freie Journalisten und Pauschalisten, für die sich DJV und ver.di weiterhin stark machen, lehnt die Geschäftsführung bisher ab.

Corinna Pfaff (info@djv-mv.de