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20. Oktober 2015

Pressemitteilung

OZ: Altersteilzeit-Vertrag unterschrieben

Gewerkschaften fordern Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen

Rostock. Bei einem Sondierungsgespräch zwischen Vertretern der Gewerkschaften DJV, ver.di  und der Geschäftsleitung von Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten sind die Forderungen nach dem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Abfindungen beim freiwilligen Ausscheiden, Schutz bei eventuellen Ausgliederungen sowie Mindest-Besetzungsregeln konkretisiert worden. 

Die Geschäftsführung sieht sich nicht in der Lage, übergreifend Entlassungen bei Umstrukturierungen im Zuge des Programms „Madsack 2018“ auszuschließen. Nur in Einzelfällen, also abteilungs- oder bereichsweise, wäre dies verhandelbar. 

Die Forderungen nach Abfindungen bei freiwilligem Ausscheiden bewegen sich laut Leitung außerhalb der bei Madsack üblichen Größenordnungen. Tarifvertragliche Besetzungsregelungen für Redaktionen erklärte das Management ebenfalls für kaum verhandelbar, da es sich um mögliche Eingriffe in Inhalte handele, obwohl es in bestehenden Tarifverträgen bereits mittelbare Regelungen zu diesem Thema gibt.

Im Ergebnis der Gesprächs, an dem auch Georg Wallraf vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger teilnahm, wurde zugesagt, zunächst Klarheit über die in absehbarer Zeit geplanten Maßnahmen zu schaffen, um dann die Diskussion über Standort- und Beschäftigungssicherung fortsetzen zu können. Dazu sollen die Betriebsräte unterrichtet werden.

Unterschrieben sind nun der Rahmen- und der Ergänzungstarif zur Altersteilzeit, die zum 1. November in Kraft treten sollen.

Am Freitag (16. November) hatten Mitarbeiter der Ostsee-Zeitung bei der Regionalkonferenz der SPD in Rostock für die Sicherung von Arbeitsplätzen in Mecklenburg-Vorpommern demonstriert. Sie übergaben einen Offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering und andere Anwesende, in denen sie an die besondere Verantwortung der Sozialdemokraten erinnerten. Die SPD ist durch ihre Medienholding ddvg der größte Einzelgesellschafter der Mediengruppe Madsack, zu der auch OZ und LN gehört.  

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