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12. April 2016

Pressemitteilung

Ostsee-Zeitung: Redakteure im Warnstreik

Foto: Michael Thomas

Rostock. Vor dem Hintergrund einer weiter zunehmenden Arbeitsbelastung und weiteren von der Geschäftsleitung geplanten personellen Einschnitten sind Redakteure der Ostsee-Zeitung heute (12. April 2016) in einen befristeten Ausstand für eine Erhöhung ihrer Gehälter getreten.

Es sei eine Zumutung, dass die Arbeitgeber unter diesen Bedingungen in der aktuellen Gehaltstarifrunde praktisch eine Nulldiät und erneut eine weitere deutliche Schlechterstellung des Nordens gegenüber den Kollegen in den südlichen Bundesländern fordern, sagte der DJV-Landesvorsitzende Michael Zumpe. Dass der Madsack-Konzern, der bei der Ostsee-Zeitung trotz hoher Gewinne in den vergangenen Jahren ein Viertel der Stellen in der Redaktion abbauen will, nun auch noch eine Sonderbehandlung bei der Gehaltsentwicklung in Form eines weiteren „Nordopfers“ fordert, bringe das Fass zum Überlaufen.

Bereits beim Tarifabschluss 2014 hatten die Verlage in den nördlichen Bundesländern mit einer Kürzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld eine Sonderbehandlung erhalten. Die Gewerkschaften DJV und ver.di fordern bundesweit eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 bzw. 5 Prozent. Sie verweisen darauf, dass die Reallöhne für diese verantwortungsvolle Arbeit in den vergangenen 15 Jahren stetig gesunken und deutlich gegenüber anderen Berufsgruppen zurückgefallen sind. Der Madsack-Konzern, zu dem auch die Lübecker und Kieler Nachrichten sowie Zeitungen in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Hessen gehören, zählt zu den 5 führenden Verlagsgruppen in Deutschland. Größter Einzelgesellschafter ist die SPD-Medienholding DDVG.

Deutscher Journalisten-Verband e. V., Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

V. i. S. d. P.: Corinna Pfaff